Puschkin & Plüschkin
Sammlerhaus
für Absolut Notwendige Dinge
Vertreter des Kontors für den Orient sind Atanas Hranov und Alexander Sekulov.


Das Sammlerhaus für Absolut Notwendige Dinge "Puschkin & Plüschkin" wurde im Valparaiso im Jahre 1911 gegründet und sucht nach seltsamen Gegenständen und Geschichten. Die Welt gibt lediglich nur Anlass für die Vorstellungskraft, sagen seine Gründer Matheus Plüschkin und Leopold Puschkin.

Puschkin & Plüschkin
Sammlerhaus für Absolut Notwendige Dinge

Das Sammlerhaus für Absolut Notwendige Dinge "Puschkin & Plüschkin" wurde im Valparaiso im Jahre 1911 gegründet.

Der erste flüchtige Vorschlag für dieses Vorhaben liegt in einem Brief des Matheus Plüschkin an seinen Freund Leopold Puschkin versteckt:

"Das ist der einzige Weg, sowohl die Zeit, als auch die Erinnerung, gleichzeitig zu haben. Es kann nicht sein, dass in Kleiderkommoden, auf Böden, in den versteckten in Büchereien geheimen Schränken, in Weinkellereien, in Buttereien, auf den Hochregalen der Antiquariate, mitunter in den kleinen Schmuckgeschäften und Kunsthandwerker-Ateliers von Malern, Meistern und Handwerkern, nicht kleine, winzige und fast unbemerkbare und ignorierte Dinge verborgen sind, die sogar diejenigen, die nicht verliebt sind, benötigen. Gegenstände, ohne die kein einziger Reisender und Abenteuerer es sich leisten kann, sich auf den Weg zu machen".

Als Zeichen der stillschweigenden Zustimmung mit dem zukünftigen Vorhaben, hat Leopold Puschkin ihm ein, im selbstgegossenem Papier gewickeltes Löffelchen aus durchsichtigem Silber für Apfel-Augenblicke gesandt, mit dem, der Behauptung des Dubrovniker-Meisters nach, bei dem er es entdeckt hatte, jederzeit den Geschmack des ersten Kusses eines unvergesslichen Menschens, man auf die Lippen zurückholen kann.

Einige Monate später teilte der begeisterte und dynamische Matheus in einem Telegramm mit:

"Das Haus ist registriert. Die Welt gibt lediglich nur Anlass für die Vorstellungskraft. Die Dinge werden sichtbar, wenn sie durch zwei Personen gleichzeitig betrachtet werden. Wir sammeln schöne Dinge."

Der mehr schweigsame und beherrschte Leopold antwortet telegrafisch:

"Versteht sich von selbst. Nur vollständig notwendige Dinge."

Dann verlierten sich die beiden in aller Welt. Sammelten jahrelang diejenigen Bücher, Gegenstände, Dinge, Gemälde, Karten und Amuletts, die als unauffällige Interpunktionszeichen in den schönen Geschichten stehen, aber denen - seltsamer Weise, Keiner Beachtung schenkt. Es ist bekannt, dass ein vergessenes Interpunktionszeichen die Intonation ändert, doch genau darauf, auf einen Atemhauch oder in einem überraschend, aber richtig gesetzten Punkt, kommt es in der Geschichte an.

Sie führten das Sammlerhaus aus der Ferne; erschienen nie vor dem versammelten Personal, das sie eingestellt hatten, um sich vorzustellen. Engagiert in ständigen Reisen und auf Expeditionen, haben sie die Kontoreröffnungen in Nordafrika, in Prag und im Orient verpasst.

Sie hatten keine genaue Vorstellung über ihre Finanzlage, da sie keine anderen Ausgaben, außer für Flug-, Fähre-, Schiff-, Zugtickets; für Führer und für Karawanen von Maultieren, Kamelen, Pferden, Ponys und für Kanus - in den schwer zugänglichen Gebieten der Erde, hatten. Äußerst selten sind sie zusammen gereist.

Als sie die Erscheinung eines aufregenden notwendigen Gegenstandes irgendwo auf der Welt in Erfahrung gebracht hatten, intuitiv trafen alle beide die Entscheidung darüber, wer sich mit seiner Ermittlung und seinem Erwerb, zu befassen hat. Es kam vor, dass sie die Kontinente aus verschiedenen Richtungen, auf der Suche nach ein und demselben Gegenstand durchquerten, jedoch, dieses erst nach dem Vergleich der Notizen, Zeichnungen und benutzten Karten, verstanden. Die meisten der gefundenen Sachen sandten sie, sorgfältig verpackt und mit den entsprechenden Erklärungen versehen, an die Zentrale in Valparaiso.

Niemals haben sie es geschafft, und es war wahrscheinlich auch gar nicht notwendig, das Gerücht, dass die beiden eine kleine, heimliche und absolut unverkäufliche Kollektion aus vollständig notwendigen Dingen haben, die sie für sich allein behielten, zu bekämpfen. Die Wahrheit war eine ganz andere und völlig unakzeptabel für den Anderen - sowie jede andere Wahrheit auch.

Im Laufe der Jahre, eher aus Müßiggang, als aus Vorbedacht, haben sie damit begonnen, die persönlichen Briefe, Zeichnungen und Skizzen, für die sie dachten, sie nicht richtig verstanden oder sie überhaupt übersehen zu haben, als sie sie erhielten, in Schachteln einzuräumen; kleine Gegenstände und Sachen, die für jeden Reisenden und Abenteuerer von Bedeutung sind, und die in deren Taschen gestanden haben, zwischen den Fingern gedreht wurden, bis zum völligen Abnutzen des Silbers, des Holzes oder was auch immer für andere Materialien, aus denen sie geschaffen waren. In den Schachtel gab es auch verschiedenfarbige Papierstücke, auf den Ereignisse, Geschichten, fallengelassene Repliken, unbekannte Wörter zur Erklärung des Unsichtbaren, notiert waren.

Ungeprüften Gerüchten nach, wird herumgetragen, dass ihre legendäre Freundschaft, die ihrer Sammlerleidenschaft zu Grunde lag, die Liebe zu einer und dergleichen Frau wäre. Die beiden bestreiten ruhig, insoweit es sich bestreiten lässt, dass eins der Gesichter der Schönheit, auch weiblich sein könnte.

Im Laufe der Jahre haben sie es geschafft, gleichgesinnte Seelen zu entdecken, die die Geschäfte der Kontore an den verschiedenen Enden der Welt, übernahmen. Josephidius Jo. sucht und sammelt Gegenstände und Geschichten im Nahen Osten, George Horatius - in den Alpen, während Atanas Christov und Alexander Sekulov unermüdlich im Orient herumkreisen. Die Letzteren strengen sich nicht besonders an, sitzen mehr am Tisch und reden vornämlich über sich. Nicht selten wenden sie manchen Kniff an und bevorzugen, anstelle mühsam gefundene Sachen, von ihnen selbst nachgemachte Gegenstände und erfundene Geschichten nach Ealparaiso, zu senden. Matheus und Leopold begriffen nicht immer die Fälschung, aber auch, wenn sie sie begriffen hatten, nahmen sie diese stillschweigend an, weil im Orient die Wahrheit tausende Gesichter hat und jedes davon, außer, dass es glaubwürdig ist, ist auch unbeschreiblich aufregend.

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Puschkin & Plüschkin
Vertreter des Kontors für den Orient sind Atanas Hranov und Alexander Sekulov.

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